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Challenge Autorenwahnsinn – Aufgaben 11 bis 15

Foto mit Büchern im Kreis

Dieses Mal widme ich mich den Aufgaben 11 bis 15 der Challenge. Ich empfehle euch eine Seite mit hervorragenden Tipps für Autoren zu den Themen Schreiben und Veröffentlichen, zeige euch einen Auszug aus meinem letzten Manuskript, verrate, wie ich am liebsten entspanne und welches Buch ich zuletzt bis zum Ende gelesen habe, und präsentiere meine Lieblingsschreibratgeber.

Aufgabe 11: Welche Seite kann ich Autoren empfehlen?

Screenshot Fiction University

Screenshot Fiction University

Ich empfehle Fiction University. Hier gibt Janice Hardy eine Fülle an sehr praktisch orientierten Tipps zum Schreiben, Überarbeiten und Veröffentlichen. Dank anschaulicher Beispiele lassen sich diese Tipps schnell und einfach für das eigene Schaffen adaptieren. Allerdings sind alle Texte in englischer Sprache.

Aufgabe 12: Ein Auszug aus meinem letzten Manuskript

Das letzte Manuskript ist zwar noch nicht überarbeitet, aber bitte schön:

Sobald Nadine den Mann in dem hellbraunen Mantel und der schwarzen Anzughose das Café Göttlich in Bonn betreten sah, wusste sie, dass er ihr Informant war. Heute war sie extra eine halbe Stunde vor der verabredeten Zeit gekommen und hatte sich den ersten Tisch an der Tür geschnappt, sobald er frei wurde. In dem engen Schlauch musste jeder an ihr vorbei, der ins Café hinein wollte.
Der Blick des Mannes fiel auf die Zeitung auf ihrem Tisch, dann sah er ihr ins Gesicht.
»Frau Bender?«
Nadine nickte.
»Wir haben einen Termin. Guten Tag.« Der Mann streckte ihr die Hand hin.
Nadine musste sich zusammenreißen, um nicht laut loszulachen. Der Mann trug einen Hut, aber am Rand konnte man erkennen, dass die Haare darunter grau waren. Dagegen stach der dunkelbraune Bart aus dem blassen Gesicht regelrecht hervor. Er war ganz offensichtlich angeklebt und etwas verrutscht. Der Mann trug außerdem eine unförmige Brille, die in den Siebzigern modern gewesen sein mochte und die anscheinend nicht mehr seiner Sehstärke entsprach. Er kniff immer wieder die Augen zusammen, als müsse er ständig neu fokussieren.
Sie schüttelte seine Hand. Der Mann setzte sich ihr gegenüber.
»Dürfte ich bitte Ihren Ausweis sehen?«
»Meinen Sie nicht, Sie übertreiben ein wenig?« Nadine bekam mehr und mehr das Gefühl, zum Narren gehalten zu werden.
»Ich muss vorsichtig sein. Wenn ich Sie also bitten dürfte.«
Nadine seufzte und wühlte in ihrer Handtasche nach ihrem Ausweis. »Hier, bitte schön.« Sie zeigte ihm nur die Vorderseite. Die Rückseite mit ihrer Adresse schirmte sie mit der Hand ab.
Der Mann sah sich das Dokument genau an, blickte Nadine noch einmal prüfend ins Gesicht und nickte dann. »Ich danke Ihnen.«
»Und mit wem habe ich das Vergnügen?«
»Mein Name tut nichts zur Sache. Nennen Sie mich einfach X.«

Aufgabe 13: Wie entspanne ich nach einem langen Schreibtag?

Blick auf Petersberg

Blick vom Drachenfels auf den Petersberg

Am meisten entspannen mich Aufenthalte in der (möglichst einsamen) Natur: Spaziergänge, am See oder Meer liegen und lesen, Rad fahren, … De facto kann ich mich aber, wenn ich ehrlich bin, nur sehr selten dazu aufraffen. Das ist zwar merkwürdig, weil es mir extrem guttut, wenn ich es denn mal mache, aber es ist trotzdem so.

Was aber auch sehr gut funktioniert und mich augenblicklich zufrieden werden lässt: Mit den Katzen kuscheln und spielen. Und wo wir beim Thema Spielen sind: Bei Computerspielen entspanne ich auch gern und oft – die sind allerdings leider ein wahnsinniger Zeitfresser. Und natürlich lese ich zur Entspannung und sehe hin und wieder Filme und Serien – meist über Streaming-Angebote wie Amazon Prime.

Simba

Simba


Marley

Marley

Aufgabe 14: Welches Buch habe ich zuletzt zu Ende gelesen?

Cover Der Versuch

Cover Der Versuch

Das ist „Der Versuch“ von Claudia Schmid. Darin geht es um skrupellose Machenschaften von Pharmakonzernen und Ärzten zum Schaden der Patienten. Momentan lese ich „Gefährlicher Irrtum“ von Helen H. Durrant, übersetzt von Irena Böttcher, und bin aktuell bei 55 Prozent des sehr spannenden Romans, der für Zartbesaitete weniger geeignet ist.

Aufgabe 15: Welche Schreibratgeber kann ich empfehlen?

Es fällt mir schwer, mich nur auf einen zu beschränken, da viele Schreibratgeber ihre individuellen Stärken haben, aber ich fasse mich kurz und beschränke mich auf vier.

Schreibratgeber 1

Schreibratgeber 1

Auf Platz 1 liegen bei mir gleichauf „Das Leben und das Schreiben“ von Stephen King sowie „Über das Schreiben“ von Sol Stein. Aus Kings Buch habe ich nichts über das Handwerk gelernt. Überhaupt nimmt das einen vergleichsweise geringen Raum in dem Buch ein, und das, was er zum Handwerk schreibt, war mir schon zuvor bekannt beziehungsweise manche Dinge treffen auf mich auch nicht zu (zum Beispiel sein Rat zum Kürzen). Die große Stärke dieses Buchs liegt in der unglaublichen Motivation, die ich daraus ziehe. Der Werdegang Kings zum Bestsellerautor, die Widrigkeiten, gegen die er ankämpfen musste, die ihn aber niemals davon abgehalten haben, weiterhin Geschichten zu spinnen und zu erzählen und die er letztlich überwinden konnte, all das empfinde ich als extrem aufbauend. In puncto Motivation meine allererste Empfehlung!

Dagegen kann ich Steins Buch vor allem in Hinblick auf das Handwerk empfehlen. Es ist schon sehr lange her, dass ich es gelesen habe, aber ich weiß noch, dass es mir vor allem in Bezug auf Konflikte die Augen geöffnet hat. So verrät es eine wunderbare Methode, augenblicklich in jede Szene einen spannenden Konflikt zu bringen. Super!

Schreibratgeber 2

Schreibratgeber 2

Platz 2 teilen sich bei mir ebenfalls zwei Ratgeber. Der eine ist „Plot & Structure“ von James Scott Bell, der andere „Nail Your Novel“ von Roz Morris, beide nur auf Englisch zu haben. Ich hatte mir zunächst jeweils die E-Book-Version gekauft, nach dem Lesen aber auch noch die Printversion bestellt, denn beide Werke sind sehr praxisorientiert und gut als Nachschlage- beziehungsweise Arbeitsbücher geeignet, wofür sich eine gedruckte Ausgabe besser eignet als eine digitale.

Bells Ratgeber beschäftigt sich mit Romanstrukturen und damit, wie man Geschichten webt, die den Leser gleich zu Beginn fesseln und bis zum Schluss nicht mehr loslassen. Hilfreich sind nicht nur die nachvollziehbaren Erläuterungen und die zahlreichen anschaulichen Beispiele, sondern auch die Übungen sowie die Checklisten im Anhang.

Auch Morris’ Werk ist sehr praxisorientiert. Von der Vorbereitung beziehungsweise Planung über das Scheiben des ersten Entwurfs bis hin zu den Überarbeitungen und sogar dem Erstellen der Unterlagen für die Einreichung bei Verlagen oder Agenturen behandelt sie alles – knapp, aber sehr präzise und hilfreich. Vor allem widmet sie sich den häufigen Schwächen oder Problemen, mit denen Autoren in den verschiedenen Stadien des Manuskripts konfrontiert werden können – und bietet zu allen Lösungen an. Sehr empfehlenswert!


Ich freue mich auf deine Anmerkungen und Erfahrungen. Schreib dazu einfach einen Kommentar.


Bildnachweise:
Artikelbild: ayzek / iStockphoto
Alle anderen Bilder: Kerstin Brömer

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