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Challenge Autorenwahnsinn – Aufgaben 6 bis 10

Mein Schreibtisch

Heute nehme ich mir die Fragen 6 bis 10 der Challenge vor: Was darf bei mir beim Schreiben nicht fehlen? In welchen Social-Media-Kanälen und anderen Onlinepräsenzen findet man mich? Welches sind meine Lieblingsbücher? Welchen Autor bewundere ich, wer inspiriert mich? Und wo schreibe ich am liebsten?

Aufgabe 06: Was darf beim Schreiben nicht fehlen?

Tasse Tee

Tasse Tee

Ruhe. Ich muss allein sein, um schreiben zu können. Ich beneide Autoren, die in Cafés und in Wartehallen an Flughäfen schreiben können – ich kann es nicht. Ich hätte immer das Gefühl, jemand würde einen Blick auf meinen Bildschirm werfen. Auch Lärm lenkt mich zu sehr ab. Ich höre daher auch keine Musik beim Schreiben. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass (sehr leise) Instrumentalmusik, die die Atmosphäre der aktuell zu schreibenden Szene wiedergibt, oder andere Geräusche wie Regen, Gewitter, Meeresrauschen oder (unverständliches!) Caféhausgemurmel funktionieren könnten. Ich kenne Autoren, die haben sich so konditioniert, dass beispielsweise das Geräusch von Regen sie sofort in Schreibstimmung versetzt. Ich werde das für mich einmal testen.

Ansonsten habe ich gern Tee zum Schreiben, am liebsten Earl Grey.

Aufgabe 07: Meine Onlinepräsenzen

In der Originalaufgabe geht es um die Social-Media-Präsenzen, aber eigene Auftritte halte ich für wesentlich wichtiger, daher erweitere ich diesen Punkt auf Onlinepräsenzen generell. Man findet mich beispielsweise hier:

Darüber hinaus habe ich auch in diversen Literatur- und Autorenforen Accounts. Früher war ich beispielsweise extrem aktiv auf Wortkrieger (früher: kurzgeschichten.de). Ich habe dort sogar 10 Jahre lang moderiert. Büchereule ist ein anderes Beispiel für ein Literaturforum, in dem ich einen Account habe. Dort gab es sogar schon von Autoren begleitete Leserunden, als Lovelybooks und Goodreads noch nicht mal existierten. Alle Portale hier aufzulisten, würde den Rahmen sprengen, zumal ich aus Zeitmangel in keinem dieser Foren und auf keiner dieser Plattformen mehr besonders aktiv bin.

Aufgabe 08: Meine Lieblingsbücher

Holla, das ist wirklich schwer. Zwar ist im Zuge der Challenge „Autorenwahnsinn“ das derzeitige Lieblingsbuch gefragt, aber es gab in all meinen Lebensabschnitten Lieblingsbücher, und die haben aus meiner Sicht eine gleichwertige Berechtigung, in der Liste aufzutauchen. Immerhin haben sie (auch) meinen heutigen Lesegeschmack mit geprägt und – wenn ich jetzt mal ein bisschen pathetisch werden soll – sicherlich auch einen Anteil daran, was für ein Mensch ich heute bin. Ich will mich daher nicht auf ein Buch beschränken. Ich habe mich aber bemüht, die Liste wirklich kurz zu halten. Interessant fand ich persönlich beim Erstellen dieser Liste, dass ich zwar hauptsächlich Krimis und Thriller lese und auch selbst in diesem Genre schreibe, die meisten Bücher auf der Liste aber anderen Genres zuzuordnen sind.

Leo Lionni: Frederick

Cover: Frederick

Cover: Frederick

Dieses Buch habe ich als Kindergartenkind heiß und innig geliebt. Meine Mutter hatte es aus der Bücherei ausgeliehen und ich habe wohl fürchterlich geweint, als es zurückgegeben werden sollte. Auch dass ich mir dafür ein anderes Buch aussuchen durfte, konnte mich nicht trösten. Vor vielleicht zwei Jahren hat mir meine Mutter das Buch geschenkt. Ich hatte zwar nicht ad hoc einen Wiedererkennungseffekt bei Titel, Cover und Illustrationen, aber als ich die Geschichte darin las, war alles wieder da. Die Geschichte selbst war mir im Gedächtnis geblieben. Und vermutlich wurde mit ihr bereits der Wunsch geboren, Autorin zu werden.

Stephen King: Christine

Cover: Christine

Cover: Christine

Ich würde es aus heutiger Sicht nicht unbedingt zu meinen Lieblingsbüchern zählen, aber es hat mein Leseverhalten auf viele Jahre geprägt und ihm eine neue Richtung gegeben, zumindest eine komplett neue Facette hinzugefügt. Als Teenagerin, genauer: mit 14 Jahren, las ich dieses Buch zum ersten Mal. Es ist mein erstes Buch von Stephen King und es eröffnete mir ein ganz neues Genre. Anschließend verschlang ich viele weitere King-Werke, zum Beispiel Shining, Es, Misery (Sie) und The Green Mile, die mich die ganze Nacht über wachhielten, weil ich unbedingt weiterlesen musste.

Patrick Süskind: Das Parfum

Cover: Das Parfum

Cover: Das Parfum

Das habe ich noch zu Schulzeiten gelesen und in der Oberstufe im Leistungskurs Deutsch sogar meine Facharbeit darüber geschrieben (genauer: zu der Bedeutung der Gerüche im Roman). Das Buch fand ich damals schon super. Das hat sich bis heute nicht geändert. Wie man sieht, wurde das Buch schon mehrfach gelesen.

Oriana Fallaci: Nichts und Amen (zuvor veröffentlicht als: Wir, Engel und Bestien)

Cover: Nichts und Amen

Cover: Nichts und Amen

Dieses Buch ist ein sehr persönlicher Kriegsbericht über den Vietnamkrieg. Erschütternd, aufrüttelnd, zutiefst menschlich. Ich habe es als junge Erwachsene zum ersten Mal gelesen (kurz nach dem Abitur) und es hat mich lange Zeit nicht losgelassen.

Diane Broeckhoven: Ein Tag mit Herrn Jules

Cover Ein Tag mit Herrn Jules

Cover: Ein Tag mit Herrn Jules

Ein wunderschöner, liebevoller und einfühlsamer Roman über den Verlust eines geliebten Menschen und das Abschiednehmen. Es ist ein stilles Buch, frei von Klischees, und dabei wunderbar tröstlich. Das Werk hat nur rund 90 Seiten – und fällt mir doch immer wieder mit als Erstes ein, wenn ich darüber nachdenke, welche Bücher mich besonders berührt haben.

John Connolly: Das Buch der verlorenen Dinge

Cover Connoly und Gaiman

Cover: Das Buch der verlorenen Dinge und Der Ozean am Ende der Straße

Dieses Buch hatte mich gleich auf den ersten Seiten gepackt. Es ist schaurig und unglaublich schön zugleich. Eine großartige Erzählung mit Einblicken in die menschliche Psyche inklusive all ihrer Abgründe. Sie lässt das Kind in einem wieder aufleben und regt zum Nachdenken an. Ein im wahrsten Sinne des Wortes fabelhaftes Buch, fantasievoll, ergreifend, poetisch. Und da „fantasievoll, ergreifend, poetisch“ auch auf Der Ozean am Ende der Straße von Neil Gaiman zutrifft, ist dieses wundervolle Buch hier ebenfalls abgebildet.

Cover Wood und Edwards

Cover: Die Abrechnung des Kinderfängers und Nesträuber

Auch von den Büchern, an denen ich selbst mitgewirkt habe, haben mich manche sehr beeindruckt. Bei den Übersetzungen wähle ich als Lieblingsbuch Die Abrechnung des Kinderfängers von Simon Wood, das hochgradige Spannung von der ersten bis zur letzten Seite verspricht. Zurzeit übersetze ich ein weiteres Buch dieses grandiosen Thrillerautors, das ebenfalls klasse ist.
Von den Büchern, die ich lektoriert habe, wähle ich Nesträuber von Mark Edwards. Dabei handelt es sich um einen Psychothriller mit Gänsehautfaktor.

Aufgabe 09: Welchen Autor bewunderst du? Wer inspiriert dich?

Und wieder eine schwierige Herausforderung. Ich kann mich auch hier nicht auf einen Autor beziehungsweise auf eine Autorin beschränken. Ich bewundere verschiedene Autoren für unterschiedliche Dinge. Daher eine kurze Liste:

  • Menschlichkeit und soziales Engagement: J. K. Rowling
  • Arbeitsmoral: Stephen King
  • Spannung: Lee Child (Jack-Reacher-Romane), Barry Eisler (zum Beispiel Der Zirkel der Macht und Die Einheit)
  • Stil/Sprache: Tana French, Michael Robotham, Neil Gaiman
  • Themen: Zoë Beck
  • Deutschsprachiges Debüt: Melanie Raabe

Aufgabe 10: Wo schreibe ich am liebsten?

Mein Schreibplatz 1

Mein Schreibplatz 1

Mein Schreibplatz 2

Mein Schreibplatz 2

Wie schon im letzten Beitrag beschrieben, kann ich mich auf eigene Projekte am besten mit Laptop am Esstisch konzentrieren. Dort ist es zwar nicht sonderlich bequem, aber wenn ich mehrere Stunden da zubringe, hole ich mir meinen bequemeren Bürostuhl aus dem Arbeitszimmer. Ich habe schon mehrfach versucht, im Sommer auf dem Balkon zu schreiben, aber dort spiegelt das Display des Laptops so stark, dass ich nichts mehr erkennen kann.


Ich freue mich auf deine Anmerkungen und Erfahrungen. Schreib dazu einfach einen Kommentar.

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